SOEHT7 präsentiert PEEPING JAIL

Die Videoinstallation PEEPING JAILvon Karin Bandelin und Manfred Carpentier im ehemaligen Frauengefängnis Soeht7 wird spannend: nicht nur die 8 Videos zu menschlichen Gefühlsirrungen, die nach der Hypothese von Karin Bandelin am häufigsten dazu führen, dass Frauen im Gefängnis landen und die düstere Welt in Manfred Carpentiers Gefühlsapokalypse werden die Zuschauer in ihren Bann ziehen, auch das Abendprogramm wurde so noch nicht geboten.
 

Die Ausstellung dauert vom 15. bis 17. Juni 2018 jeweils von 16 bis 20 Uhr, Vernissage am 15 Juni.
 
 
Im Rahmen der Ausstellung liest Dieter Matthes am 17. Juni um 18 Uhr in einer Gefängniszelle Gedichte von August Stramm und Jakob van Hoddis.
Hier das komplette Abendprogramm:
 
​Eintritt einer Programmveranstaltung 10,00 €
 
Am 15. Juni ab 20 Uhr wird der bekannte Suhrkamp Autor Bernd Cailloux aus seinem Band „Surabaya Gold“ die Grenzen zwischen legal und illegal verschwimmen lassen und seine Protagonistin in der Gefängniszelle landen lassen.
 
Am 16. Juni ab 20 Uhr wird Janine Schneider / company no thrills in ihrer Performance „Sprechzimmer – condensed moments“ ihr Publikum mit ihren Inspirationen in ihren Bann ziehen.
 
Janine Schneider, performativ wie im Gespräch mit sechs weiteren Frauen.

Texte lyrischer wie kontinuierlicher Form erfassen die Atmosphäre, erschließen spekulativ die Geschichte, rufen Erinnerungen wach, behaupten: So muss es damals gewesen sein!

„Du verweilst überall in Andacht. Stiller Einkehr. Ein Nach-Innen-Horchen beherrscht dich. Die Dinge da innen. Ein Reich tut sich auf vor dir und du willst jetzt viel Zeit. Dich beschäftigen die vielen Details nicht mehr seit dem Glühwürmchen im Salzfass. Ein Nichts. Manchmal eröffnet sich das Nichts.“

Hier spricht die Bewegungs- und Tanzerfahrung. Das Erlebnis Körper in Zeit und Raum protokolliert.
 
Der 17., der ehemalige „Tag der deutschen Einheit“, wird ab 20 Uhr durch „Anna Müller liest Heiner Müller“ einen besonderen Abschluß finden. Zur Sprache kommen Texte aus „Der Lohndrücker“ von 1957/58, für welches Müller 1959 mit dem Heinrich-Mann-Preis ausgezeichnet wurde.
 
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Quelle: SOEHT7