Oskar Barnack: Die weltberühmte Leica wurde von einem Lichterfelder erfunden

Es war eine Sensationsmeldung für Foto-Interessierte: Vor wenigen Tagen wurde eine fast 100 Jahre alte Leica-Kamera der O-Serie aus dem Jahr 1923 in Wien für 2,4 Millionen Euro versteigert. Ein privater Sammler aus Asien hat den Zuschlag erhalten. Ein Mann, der in Lichterfelde aufwuchs, hat die Leica-Kameras, die ersten Kleinbildkameras der Welt, erfunden: Oskar Barnack.
 
Er wuchs in der Brauerstraße in Lichterfelde auf, der Vater war Hafenmeister am Teltowkanal. Oskar ging in die Grundschule in Giesensdorf und begann später seine Lehre als Feinmechaniker in der Boothstraße 6. Nach seinen Wanderjahren als Geselle arbeitete er in Jena bei den Optischen Werken Carl Zeiss, dann wechselte er zur Firma Leitz in Wetzlar.
 
Die Ur-Leica blickte 1913 in das Licht der Welt – und trat einen ungeahnten Siegeszug an. „Bis heute wurden über sieben Millionen Leicas verkauft“, schreibt der Lichterfelder Fotograf Peter Hahn in seinem Gastbeitrag auf tagesspiegel.de. Der Bezirk hat den Leica-Konstrukteur Oskar Barnack mit einem Straßennamen geehrt: Das Barnack-Ufer wurde nach ihm benannt.

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